Pokémon TCG World Championships 2014 in Washington, D.C.

Ole
Written By OleAug 23, 2014

Herzlich Willkommen zu meinem Turnierbericht von der Weltmeisterschaft des Pokémon Sammelkartenspiels 2014 in Washington. In diesem Jahr hatte ich die Qualifikation erst mit der letzten Regional im April geschafft und mich nach der erfolgreichen Deutschen Meisterschaft dazu entschieden, wieder zur WM zu fahren. Nach Hawaii und Vancouver war es für mich nun die dritte WM in Folge, an der ich teilnehmen durfte. Auf Platz 27 in Hawaii folgte ein etwas enttäuschendes 3-5 in Vancouver. In diesem Jahr wollte ich wieder unter die besten 32 Spieler kommen.

Volle Kraft voraus

Mit mir fuhren Thoralf, der zum dritten Mal Deutscher Meister der Juniors geworden war, seine Familie, Karl, Merlin, Philipp, Alex, Marco und Dennis erst nach New York und einige Tage später nach Washington. Marco, Karl und ich hatten unser Invite bei den Masters bereits sicher. Alex und Jan versuchten sich zum zweiten bzw. dritten Mal beim Last Chance Qualifier, während es für Merlin und Philipp die erste Teilnahme war. Mit so vielen Spielern war die deutsche Mannschaft nur selten bei den Worlds dabei!

Die meisten deutschen LCQ-Teilnehmer überstanden die erste Runde nicht. Jan schaffte es einige Runden weiter, spielte dann jedoch gegen einen starken Japaner, der später im Turnier sogar die Top 8 erreichte. Erst in der letzten Runde des LCQs musste sich Nico geschlagen geben, der mit Trevenant / Accelgor ausgerechnet gegen Weavile / Lopunny spielen musste - ein Matchup, das man sich in den Top 8 dieses großen Turniers kaum hätte vorstellen können. Leider war dort für Nico kaum etwas zu machen, sodass kein Deutscher unter den vier glücklichen Qualifikanten war.

Landorus-EX / Mewtwo-EX / Drifblim

Die Idee zu diesem Deck hatte ich von einer japanischen Website. In Japan hatte Landorus-EX / Drifblim ein größeres Turnier gewonnen. Online absolvierte ich einige Testspiele, in denen sich zeigte, dass das Deck zwar durchaus gut gebaut und schlagkräftig ist, jedoch gegen bestimmte Gegner kaum eine Chance hat.

Trotzdem stand das Deck zwei Tage vor Abreise auf einer Liste mit fünf anderen Decks, die ich aufbauen und nach Washington mitnehmen wollte. Yveltal-EX / Raichu, Yveltal-EX / Garbodor, Pyroar, Plasma / Aromatisse und Flygon / Dusknoir waren die anderen fünf. Yveltal-EX / Raichu gefiel mir zwar gut, doch trotz 4-3 Raichu-Line hatte ich keine Chance gegen Pyroar. Flygon war meine erste Wahl, solange mir nicht noch etwas Besseres begegnen sollte.

In Washington hatte ich erstmal mehr Lust, nochmal Drifblim zu testen. Je mehr ich das Deck spielte, desto mehr merkte ich, dass hier doch noch Potenzial drinsteckte. Gegen die häufig zu erwartenden Decks Plasma, Yveltal und Pyroar hatte ich jeweils gute Matchups. Am Freitag Nachmittag entschied ich mich schließlich für dieses Deck - ein Slot war zu diesem Zeitpunkt noch frei: Virizion-EX, Latios-EX, Kyurem DRV und Cobalion-EX waren die Optionen. Erst wollte ich es mit Latios-EX als Flygon-Counter probieren, entschied mich dann allerdings noch für Virizion-EX.

Pokémon (13):
3 Landorus-EX
1 Mewtwo-EX
3 Drifloon PLB
2 Drifblim DRX
1 Drifblim PLB
1 Chandelure-EX
1 Bouffalant DRX
1 Virizion-EX

Trainer (35):
4 Professor Sycamore
4 N
2 Shauna
1 Skyla
1 Bianca
1 Colress
4 Ultra Ball
3 Switch
1 Scramble Switch
4 Hypnotoxic Laser
2 Virbank City Gym
3 Muscle Band
3 Enhanced Hammer
1 Super Rod
1 Max Potion

Energie (12):
4 Prism Energy
1 Rainbow Energy
4 Double Colorless Energy
3 Fighting Energy

Mein Turnierbericht

1. Runde gegen Soren N [DK] (Plasma / Aromatisse) - 1:0:0

In der Nacht zum Samstag hatte ich mit Finn und danach noch mit Alex bis 1 Uhr morgens getestet - die letzten Spiele habe ich dabei gegen eine Version des Aromatisse-Decks gespielt, welches die Nationals in Dänemark gewonnen hatte. Der Blick auf die Pairings ließ allerdings noch nicht sofort die Glocken läuten. Mit Sorens Unterstützung hatte ich noch im Juni die Coverage der National Championships in Dänemark organisiert. Dennoch kam mir nicht gleich die Idee, dass ich nun einen dänischen Aromatisse-Spieler vor mir haben würde. Allzu viele Testspiele hatte ich in den Tagen vor den Worlds gar nicht mehr gemacht. Mit meinem Landorus-Deck hatte ich jedoch nur eins verloren: in der Nacht zum Samstag gegen Alex und das Aromatisse-Deck.

Ich wusste schnell, dass es schwierig werden könnte, war aber froh, wenigstens noch diese Testspiele gemacht zu haben. So konnte ich meinen Plan gegen dieses Deck optimieren. Die Enhanced Hammer müsste ich möglichst gezielt spielen, um zu verhindern, dass Thundurus-EX die abgelegten Energien sofort zurückholt. Deshalb wartete ich, bis Soren mit anderen Pokémon agierte, bevor ich die Hammer spielte und mit Drifblim durch die Reihen ging. Beide Spiele verliefen dementsprechend recht ähnlich und eindeutig. Das zweite Spiel war ein 6:0 nach Preisen und am Ende hatte ich ein Mewtwo-EX mit vier Double Colorless Energies aktiv...

2. Runde gegen Chris V [CA] (Virizion-EX / Genesect-EX) - 1:1:0

Eine Runde gewonnen, so durfte es weitergehen! Ich war ein wenig erleichtert, da das Deck tatsächlich zu funktionieren schien. Doch nun bekam ich ein schlechtes Matchup gegen mich. Gegen Genesect hatte ich gar keine passende Antwort parat, da ich gehofft hatte, dass die neuen Feuer-Decks um Pyroar die Genesect-Spieler fernhalten würden.

Was sollte ich also gegen dieses Deck tun? Ich versuchte es mit Mewtwo-EX, welches bereits ab dem ersten Zug das gegnerische Virizion-EX unter Druck setzen kann. Wenn es gut läuft, dann reichen zwei X-Balls für den KO nach Emerald Slash. Das kann den Gegner zumindest davon abbringen, im nächsten Zug gleich mit G-Booster anzufangen. Im ersten Spiel klappte das wunderbar, auch weil Chris eine sehr schwache Hand hatte. Ich gewann - auch für mich vollkommen überraschend - die erste Runde.

Nachdem mein Gegner im zweiten Spiel locker ausgleichen konnte, wurde das dritte Spiel am Ende noch ziemlich spannend. Ich hatte noch zwei Preise übrig und mein Gegner noch einen. Er konnte kein Pokémon von mir besiegen, während ich mit Landorus-EX drohte, jedes seiner Pokémon mit Land's Judgment zu OHKOen. Deshalb schickte er Mr. Mime nach vorn und beendete seinen Zug. Das war das große Problem für mich, da dieses Mr. Mime mir nur einen Preis brachte und er für den nächsten Zug bereits den Shadow Triad für eine Plasma-Energie auf der Hand hielt. Ich überlegte, ob es sinnvoll sein könnte, Mr. Mime leben zu lassen und zu versuchen, mit Chandelure-EX innerhalb von drei Zügen das Jirachi-EX auf der Bank des Gegners zu besiegen. Jedoch hatte Chris gerade erst mit Super Rod drei Energien zurück ins Deck gemischt und könnte das Mr. Mime wohl auch ohne Skyarrow Bridge leicht innerhalb von zwei Zügen zurückziehen. Mir fehlte am Ende also ein Zug oder vielleicht nur 10 Schadenspunkte auf Jirachi-EX, um das Spiel zu gewinnen - Mr. Mime war definitiv der Matchwinner für Chris.

3. Runde gegen Tamao C [UK] (Blastoise) - 1:1:1

Ein weiteres Deck, das häufiger gespielt wurde, als es mir lieb gewesen wäre, war Blastoise. Das "magische Dreieck" zwischen Genesect, Blastoise und Pyroar war offensichtlich zu meinen Ungunsten zerfallen. Pyroar war bislang gar nicht in Sicht.

Erneut gewann ich einigermaßen überraschend das erste Spiel. Tamao hatte ein langsames Setup und wusste wohl nicht genau, was ich mit meinem Deck so anstellen würde. Ich hatte genug Zeit, um Schaden auf alle Angreifer zu verteilen, bevor mein Gegner anfing Preise zu ziehen. Den größer werdenden Preisvorsprung bestrafte ich konsequent mit N und räumte zunächst Black Kyurem-EX mit Bouffalant aus dem Weg. Chandelure-EX hatte dies einfacher gemacht, da es nicht nur 30, sondern auch 40 Schadenspunkte auf die Bank legen kann. So konnte ich Black Kyurem-EX auf die "magischen" (alles sehr magisch hier) 140 Schadenspunkte herunterziehen, um es mit Bouffalant besiegen zu können. Tamao kam nicht mehr ins Spiel hinein.

Das zweite Spiel gewann er erwartungsgemäß und ohne größere Probleme. Da für das dritte Spiel nicht mehr genug Zeit übrig war, endete unser Match unentschieden. Damit konnte ich zufrieden sein!

4. Runde gegen Rick V [NL] (Virizion-EX / Genesect-EX / Raichu) - 1:1:2

Nochmal gegen Genesect... für dieses Turnier hatte ich bislang eine schlechte Deckwahl getroffen. Auf das Plasma-Deck in Runde 1 folgten nur noch schlechte Matchups, obwohl noch viele andere Plasma-Decks und natürlich auch Yveltal-Decks herumliefen, gegen die ich gerne gespielt hätte. Rick war ein weiterer starker Gegner. Letztes Jahr wurde er Siebter bei der WM in Vancouver.

Ich hatte den Überraschungseffekt aber weiterhin auf meiner Seite. Im ersten Spiel ließ ich meinen Gegner glauben, leichtes Spiel mit meinem Landorus-EX zu haben, nur weil er Mr. Mime spielt. Das erste Virizion-EX bekam von mir 140 Schadenspunkte, bevor es sich auf die Bank zurückzog und das nächste Virizion nach vorne kam. Dieses konnte ich zwar auch nicht besiegen, aber immerhin 160 Schadenspunkte darauf geben. Kurz darauf hatte Chandelure-EX seinen großen Auftritt. Aus der Hand auf die Bank, Prism Energy daran, drei Schadensmarken auf das eine Virizion-EX und die vierte auf das andere. Ich zog vier Preise in einem Zug und entschied damit das Spiel, da mein Gegner darauf keine Antwort mehr hatte.

Das zweite Spiel sollte man abschaffen, wenn es nach mir ginge. Im dritten Spiel war ich lediglich aufs Unentschieden aus, witterte jedoch noch eine kleine Chance, als mein Gegner ungefähr drei Minuten vor dem Timeout nur noch sehr schlechte Karten nachzog. Das war jedoch zu wenig Zeit, um noch den Sieg mitzunehmen. Somit blieb es beim Unentschieden.

5. Runde gegen Maurizio A [IT] (Plasma) - 2:1:2

Es fühlte sich mittlerweile ein bisschen so an wie beim ECC, wo ich auch häufig Unentschieden spielte. Bislang hatte ich außerdem drei Europäer als Gegner... nun folgten der vierte und fünfte. An die beiden Spiele gegen Maurizio und Romain kann ich mich nicht mehr im Detail erinnern. Eins dieser Matches spielte ich gegen Plasma-Lugia, was an sich recht einfach war. Mit einem dummen Fehler von mir brachte ich mich allerdings fast um den Sieg, als ich ein zusätzliches Pokémon auf die Bank legte, welches mein Gegner hätte catchern können, um zu gewinnen. Das gelang ihm nicht, sodass ich am Ende beide Spiele gegen Plasma mit 2:0 gewann.

6. Runde gegen Romain D [FR] (Plasma) - 3:1:2

Siehe Runde 5.

7. Runde gegen Martin G [FR] (Plasma / TDK) - 4:1:2

Noch ein Plasma-Deck! Nun bekam ich die Matchups, die ich haben wollte. Im ersten Spiel hatte Martin einen ganz schwachen Start und schaufelte sich sein Grab selbst: Er hatte am Ende seines ersten Zuges nur Deoxys-EX im Spiel und legte mit seiner letzten Aktion Virbank City Gym aus, bevor er abgab. In meinem folgenden Zug durfte ich mein aktives Drifloon bereits zu Drifblim PLB entwickeln. Mit einer Double Colorless Energy und einem Hypnotoxic Laser reichte es zum OHKO.

Nun hatte ich fünf Spiele hintereinander gegen Plasma-Decks gewonnen und fühlte mich dementsprechend sicher. Allerdings war es dafür noch zu früh. Im zweiten Spiel hatte Martin einen wirklich guten Start und ließ mich überhaupt nicht ins Spiel kommen. Auch meine Enhanced Hammer hatten nur wenig Wirkung. Er gewann und es ging ins entscheidende dritte Spiel. Dort hatte ich letztendlich wieder leichtes Spiel und sicherte mir zum dritten Mal hintereinander die drei Punkte.

8. Runde gegen Oscar M [US] (Pyroar / Charizard-EX) - 5:1:2

Vor dem Spiel warnte Karl mich vor, dass mein Gegner wohl in einer vorherigen Runde gegen Finn seine Supporter sehr unsauber gespielt hatte und damit in einem eigentlich schon verlorenen Match eine Schiedsrichterentscheidung provozierte, die am Ende zu einem Unentschieden führte. Oscar war von Beginn an ein sehr freundlicher Gegner, dem ich nun jedoch mit etwas Misstrauen gegenübertrat. Ich bat ihn, seine Supporter immer deutlich sichtbar herunterzuspielen, um Missverständnisse zu vermeiden. Das irritierte ihn ein wenig, aber er kam meiner Bitte nach. Später stellte sich heraus, dass Oscar gar nicht gegen Finn gespielt hatte und ich ihn deshalb zu Unrecht verdächtigte. Falls du das liest: Sorry, Oscar!

Als wir vor dem ersten Spiel unsere Pokémon aufdeckten, rätselte mein Gegner erst einmal, was das wohl für ein Deck auf meiner Seite sein könnte. Aromatisse? Oder Big Basics mit Garbodor? Ich wusste schon nach einem Mulligan von Oscar, dass ich es äußerst leicht haben würde: die Standard-Variante von Pyroar / Charizard-EX ist ein 90-10 Matchup für mich.

Der Plan ist einfach: Landorus-EX und Chandelure-EX verteilen früh Schaden auf Litleo und Pyroar, damit diese später leicht von Hypnotoxic Laser oder Drifblim besiegt werden können. Mit Enhanced Hammer lässt sich Pyroar stark ausbremsen. Gegen Mewtwo-EX habe ich ohnehin genug Antworten - lediglich Charizard-EX kann problematisch werden, wenn es schnell angreifen kann. Dazu kam es allerdings nicht. Mein eigentlicher Star für dieses Matchup - Chandelure-EX - kam zwar nicht zum Einsatz, doch Landorus-EX und die drei Drifblim erledigten den Job wunderbar. 2-0 zum vierten gewonnenen Match in Folge!

9. Runde gegen Stian N [NO] (Yveltal-EX / Garbodor) - 5:2:2

Mit meiner Siegesserie hatte ich mich bis an Tisch 9 hochgekämpft. Die Top 8 waren wohl kaum noch zu erreichen, aber wenigstens die Top 32 wollte ich mir sichern! Dazu fehlte mir genau ein Punkt aus diesem letzten Spiel. Es ging gegen einen weiteren Europäer, allerdings nicht irgendeinen, sondern den diesjährigen Zweitplatzierten des European Challenge Cups. Was ich übrigens interessant finde: für mich war das die 24. Runde bei einer Weltmeisterschaft - gegen einen Japaner habe ich immer noch nicht gespielt. Dabei hätte ich gerne mal einen Gegner aus dem Mutterland des Pokémon TCG...

Gegen Yveltal-EX / Garbodor habe ich ein ausgeglichenes Matchup, denke ich. Enhanced Hammer und Drifblim gegen die Double Colorless Energies ist immer eine Option. Mein Virizion-EX kann mich vor Hypnotoxic Laser beschützen, solange Garbodor nicht aktiv ist. Dennoch lief es nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Insbesondere das Keldeo-EX von Stian machte mir Probleme, da es meinen Plan gegen dieses Deck durchkreuzte: die eigenen Hypnotoxic Laser zu benutzen, um möglichst viel Schaden ins Spiel zu bringen und etwas Zeit zu gewinnen. Irgendwie war ich immer einigermaßen drin im Spiel, lief aber ständig einem Rückstand hinterher. Es müsste im zweiten Spiel gewesen sein, als ich plötzlich eine Chance hatte, zu gewinnen: Stian hatte nur ein vergiftetes Keldeo-EX mit 90 Schadenspunkten aktiv und ein Trubbish mit 40 Schaden auf der Bank. Mir fehlte ein Muscle Band an Landorus-EX, um beide Pokémon gleichzeitig besiegen zu können und somit zu gewinnen. Das hätte auf dem Weg zum Unentschieden sicherlich noch weitergeholfen. Das zweite Spiel war am Ende zwar knapp, aber ich verlor das Match 0-2 und beendete das Turnier mit 17 Punkten auf dem 37. Platz.

Auch 20 Punkte hätten mir wohl nicht für die Top 8 gereicht, sondern maximal zu Platz 9. Stian war am Ende Zehnter. Mit 18 Punkten hätte ich die Top 32 aber sicher gehabt, was natürlich ärgerlich war... aber ich war auch froh, mit diesem Deck überhaupt so weit gekommen zu sein.

Thoralf schaffte es nach ähnlich schwachem Start wie ich mit vier Siegen in den letzten vier Runden noch auf Platz 19 - seine zweite Top 32 Platzierung in Folge! Ansonsten sah es für uns Deutsche mal wieder düster aus... mit meinem 37. Platz war ich der beste Deutsche bei den Masters. Dabei ist das deutsche Team eigentlich groß und stark genug, um weiter vorne mitzuspielen. Stattdessen waren drei Portugiesen, zwei Japaner, zwei Kanadier und ein Franzose in den Top 8. Das Finale gewann der Kanadier Andrew Estrada im Genesect-Mirror gegen den Weltmeister von 2012, Igor Costa aus Portugal.

Zum Abschluss ein paar (nur teilweise ernstgemeinte) Verbesserungsvorschläge meinerseits für die nächste Weltmeisterschaft:

1. Die Location steht noch nicht fest. Es wird höchste Zeit, dass Europa mal dran ist!

2. Wir sollten zum best-of-one Format zurückkehren, denn wenn ich nur meine ersten Spiele zähle, dann habe ich acht Siege und nur eine Niederlage.

3. Video Game und Trading Card Game in einem Raum geht einfach nicht zusammen. Es war das ganze Turnier lang sehr laut durch die unnötige Coverage-Übertragung im Saal. Wäre ein zweiter Raum wirklich so teuer gewesen?

4. Genesect-EX sollte gebannt werden, da es die langweiligsten Final-Mirror-Matches aller Zeiten hervorbringt.

5. Top 8 auf 231 Spielern sind ein schlechter Witz. Die neue Turnierstruktur muss unbedingt überarbeitet werden, um wieder zu sinnvollen Ergebnissen zu kommen! Weder Igor Costa noch Jason Klaczynski wären 2012 bzw. 2013 bei dieser Turnierstruktur Weltmeister geworden, da sie als 12. bzw. 26. die Tops klar verpasst hätten. Noch dazu gab es in Washington wieder einmal deutlich mehr Teilnehmer (127 in Hawaii, 209 in Vancouver).

Die neue Saison beginnt

Nach den Worlds ist vor den Worlds - schon bald geht es wieder um Championship Points für die nächste Weltmeisterschaft, wo auch immer diese sein mag. Am 27. September 2014 kommt der Arena Cup nach Berlin. In der nächsten Woche soll es genauere Informationen geben, aber den Termin kann man sich schon im Kalender vormerken!