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"Servus, Freunde!" - Der österreichische Blick auf die Deutsche Meisterschaft 2016

erstellt von Lukas P am 18.05.2016

Hallo liebe Card Leaders Gemeinde! Heute möchte ich euch mit einem speziellen Artikel exklusiv zur Deutschen Meisterschaft beglücken. Um mich kurz vorzustellen: Ich bin Lukas Peer, 19 Jahre alt, gebürtig und zur Zeit lebend im wunderschönen Wien. Zusammen mit meinen Freunden Luca und Matthias betreibe ich den Youtube-Channel Pokémon TCG Austria, welchen ihr euch unbedingt einmal genauer ansehen solltet! ;)

Ich denke es ist nicht zu groß gesprochen, wenn ich von mir selbst behaupte in Europa ein ganz guter Spieler zu sein, auch wenn es in dieser Saison “etwas schleppend” voran geht. Aber genug von mir, kommen wir zu den interessanten Dingen.

Die Pokémon TCG Saison ist bis auf Weiteres vorüber, praktisch gibt es vor den Weltmeisterschaften in San Francisco nur mehr die Nationalen Meisterschaften als Möglichkeit, um an einem Turnier teilzunehmen. Da die österreichischen Staatsmeisterschaften noch in ferner Zukunft liegen, beschäftige ich mich heute mit unserem Lieblingsnachbar Deutschland.

Persönlich habe ich sehr viele Freunde in der deutschen TCG Community, bin auch oft (mehr oder weniger erfolgreicher) Gast auf Turnieren und wage damit zu behaupten mich schon etwas tiefer mit dieser Materie auseinandersetzen zu können.

Im Laufe dieses Artikels habe ich folgende Sachen vor:

  • Vorstellen der deutschen Topspieler
  • So gut es geht deren bisherige Saison analysieren
  • Versuchen herauszufinden, zu welchem Deck diese Leute am Tag der Wahrheit greifen werden
  • Eine Prognose des voraussichtlichen Metagames auf der DM aufstellen

Die Elite

Sieht man sich die offiziellen Pokémon Leadboard Statistiken an, merkt man schnell, wie viele deutsche Spieler sehr weit oben in Europas Ranking aufscheinen. Mit einer Vielzahl an Championship Points (CP) weiß jeder von ihnen ganz genau: Wenn man auf der DM kein gutes Ergebnis einfährt, war das alles praktisch umsonst.

Zur Erklärung: In der letzten Saison hat The Pokémon Company International (TPCI) ein neues System eingeführt, welches besagt, dass die besten 22 Spieler in Europa, gemessen an CP, den Flug zu den Weltmeisterschaften, sowie die Unterkunft bezahlt bekommen. Gute Spieler riechen hier natürlich eine Riesenchance um einen gratis Urlaub in den USA zu verbringen. Doch um es in die besten 22 zu schaffen wird innerhalb der Spielergemeinde gechätzt, man brauche am Ende der Saison 1050-1100 CP. Kurz zum Vergleich: Gewinnt man eine Regionalmeisterschaft, welche das größte Turnier nach den Nationals stellt, bekommt man "schlappe" 150 CP! Ergo heißt das, dass man die gesamte Saison unglaublich konstant gute Ergebnisse einfahren muss UND auf der DM ebenfalls eine Topplatzierung benötigt. Sehen wir uns also die deutsche Elite einmal genauer an.

1. Robin Schulz (812 CP)


Robins Start in die Saison war gewaltig. Er gewann direkt das erste Turnier, den Arena Cup in Würzburg. Dies war der Start in einen unfassbar, von ihm dominierten Herbst. Er schaffte es 3 Regionals zu gewinnen und bei einer zweiter zu werden. Eine wichtige Info hierbei ist aber, dass es sich bei diesen Turnieren ausschließlich um solche handelte, welche im Expanded-Format abgehalten wurden.

Die DM wird bekanntlich im Standard-Format ausgetragen. Es scheint als hätte Robin mehr Probleme sich in diesem Format zurechtzufinden, denn die großen Ergebnisse blieben weitestgehend aus. Natürlich muss dazu gesagt werden, dass Robin diese Ergebnisse im Frühjahr gar nicht mehr dringend benötigte, da er schon so wahnsinnige Ergebnisse im Herbst sammeln konnte.

Was Robin für mich charakterisiert ist seine Schlitzohrigkeit. Robin ist ein Spieler von dem man nie erwarten kann eine 08/15-Deckliste zu einem gewissen Metadeck zu spielen. Den schon angesprochenen Arena Cup in Würzburg gewann er mit einem Deck, welches bis dahin noch niemand auf der Rechnung hatte, nämlich Seismitoad/Giratina. Robin spielt aber sehr oft Metadecks, jedoch haben seine Listen immer seinen eigenen persönlichen Touch. In Dortmund, am 30.4., entschied er sich Night March zu spielen, doch die Liste war sehr eigen:


Robins Runner-Up-Liste von der Regional Dortmund, Quelle: Limitless TCG auf Facebook

In Europa hatte man bis zu diesem Zeitpunkt so eine Version von Night March noch nie gesehen. Doch bei genauerem Betrachten merkt man, dass diese Liste eigentlich an Genialität nicht zu übertreffen ist. Sie hatte gegen alle großen Decks etwas im Peto. Gegen andere Night March Decks kann man ohne Probleme den Gegner beginnen lassen, denn selbst wenn dieser in seinem ersten Zug Hex Maniac spielt, kann man sehr leicht mit 4 Professor Sycamore genug Night Marcher in den Ablagestapel bekommen. Gegen nervige Karten wie Jirachi oder Jolteon-EX inkludierte Robin Pokémon Catcher und Escape Rope. Zusammen mit Lysandre kann man so ganz einfach die sonst so starken Effekte dieser Pokémon aushebeln.

Müsste ich mich festlegen, würde ich behaupten, dass Robin auf der DM erneut zu Night March greift. Als einer der besten Spieler Deutschland weiß er natürlich ganz genau, was er in welchen Situationen zu tun hat und ich bin der Meinung, dass ein Night March Deck in den Händen eines Robin Schulz extrem gute Chancen auf den Sieg hat.

2. Fatih Akdemir (691 CP)


Fatih hat es in der bisherigen Saison auf ganze 691 CP geschafft. Seine Ergebnisse kamen ungefähr zu denselben Zeiten, wie bei Robin. Ähnlich wie dieser hatte Fatih nämlich einen starken Start. Beim schon angesprochenen Arena Cup Würzburg musste sich Fatih nur Robin im Finale geschlagen geben, selbiges passierte auch bei der Regional in Düsseldorf, wo er mit Yveltal gegen Robins Sableye/Garbodor verlor.

Fatihs Problem sind leider die City Championships gewesen. Aufgrund Zeitmangel und fehlendem Glück erlangte er von 200 möglichen nur 90 Punkte. Dies ist auch der Grund, warum er im Vergleich zu den anderen drei Spielern in diesem Artikel “so wenige” Punkte hat. Fatih erklärte mir, dass er sich überhaupt nicht im Standard-Format zurecht finde und sich auch mit der bei City Championships oft beliebten Best-of-1-Struktur nicht anfreunden konnte.

“Alter, ich geh zu ner City und verlier zweimal den Coinflip und bekomm dann jeweils T1 Vileplume ab, was soll das denn?” – Ein verzweifelter Fatih nach einem ernüchternden Turnier

Doch allmählich im Standard-Format angekommen spielte Fatih einen unglaublich guten European-Challenge-Cup in Arnheim. In 14 Vorrunde hatte er 10 Siege errungen, dem gegenüber standen 4 Niederlagen. Unglücklicherweise war er nach diesen 14 Runden aber leider am 9. Platz gelandet und es reichte nicht, um in die Top 8 einzuziehen.

Im Frühjahr schaffte er es in den Niederlanden mit einem sehr guten Metacall (er spielte Speed Rayquaza in einem Feld voller Darkness Decks) seinen ersten Sieg bei einer Regional zu erreichen. Danach reichte es zudem noch zu einem Top 4 Finish mit Groudon.


Fatihs Gewinnerliste von der Regional Eindhoven, Quelle: Team Limitless TCG auf Facebook

Was spielt Fatih also für gewöhnlich? Ähnlich wie Robin entscheidet er sich oft für das vermutlich konstanteste Deck. Doch wie Groudon und Rayquaza zeigen, ist Fatih einer der besten wenn es um das Metagamen geht. Fatih überlegt sich immer sehr genau, welches Deck er auf welches Turnier mitbringt, hat er also einen guten Plan davon, welche Leute auf dem Turnier sein werden und was sie ungefähr spielen werden, kann man damit rechnen, dass Fatih versucht dies zu countern.

Die Frage ist nun: Ist dies auf der DM auch der Fall? Ich habe hier meine Zweifel. Gerade bei einem großen Turnier wie der DM kann man auf alles Mögliche treffen, man ist also gut beraten, wenn man sich ein konstantes Deck sucht. Dass Fatih gute Ergebnisse mit konstanten Decks liefern kann, ist spätesten seit dem ECC bewiesen. Persönlich würde ich davon ausgehen, dass Fatih am 21. Mai zu Trevenant oder Greninja greift. Mit Trevenant erreichte er in seinem letzten Turnier vor der DM (Regional Leipzig) die Top 4, ob ihm das gut genug ist, um es mit auf die DM zu nehmen?

3. Tobias Smutkowski (825 CP)


Aufgrund dessen, dass Robin in NRW und Tobias in Bayern wohnt kamen sich die beiden am Anfang der Saison nicht oft in die Quere. Sehr oft liest man nämlich auch Tobias Smutkowksi in den vorderen Rängen der Turnierplätze. Im Herbst schaffte es Tobias in Leipzig mit Vespiquen/Flareon zu gewinnen und in Innsbruck wurde er mit Sableye/Garbodor Zweiter.

Was danach folgte war außergewöhnlich. Seine City Championship Ergebnisse lassen sich sehen, denn von 200 möglichen Punkten erreichte Tobias das Maximum und das obwohl der Start in die Cities für ihn alles andere als glücklich verlief, in München und Innsbruck schaffte er es nämlich beide Male nicht in die Tops.

Doch sein Erfolgslauf ging weiter, er gewann den Arena Cup in Innsbruck mit Straight Seismitoad und zudem gewann er in der Schweiz eine Regional mit Greninja, das bedeutete für ihn also, dass er 585/600 Regionalpunkten, sowie 200/200 Citypunkten sammeln konnte.

Wie man bereits erahnen kann, legt sich Tobi sehr ungerne auf ein Deck fest. Vor einem Turnier geht er alle verschiedenen Match-Ups durch, überlegt sich genau, welche Decks zu erwarten sind und welche Spieler eventuell kommen könnten. Während Fatih nur zu sogenannten Metacalls greift, wenn er sich seiner Sache wirklich sicher ist, versucht Tobi es bei beinahe jedem Turnier sein Deck auf das Gegnerfeld abzustimmen. Beispiele gefällig?

Beim Arena Cup Innsbruck war das neue Set Breakpoint gerade turnierlegal geworden. Mit diesem neuen Set waren viele Spieler der Meinung, dass Night March noch stärker werden würde. Außerdem hatte sich das neue Grneinja Deck noch nicht beweisen können, also hatte Tobi mit Straight Seismitoad rundum gute Match-Ups und konnte so den Sieg mit nach Hause nehmen.


Tobis Gewinnerliste vom Arena Cup Innsbruck, Quelle: Team Limitless TCG auf Facebook

Doch auch bei seinem Sieg bei der Regional in der Schweiz, in Wil, wo er zu Greninja griff, bewies er, dass eine optimale Vorbereitung das A und O ist. Mit dem Wissen, dass seine größten Konkurrenten die ebenfalls angereisten Italiener seien, entschied er sich für die Frösche, da er so ein sehr gutes Match-Up gegen das Lieblingsdeck der Italiener hatte: Seismitoad/Giratina.

Für mich ist es wahnsinnig schwer vorauszusagen, welches Deck Tobi auf der DM auspacken wird, vermutlich auch deshalb, weil er es selbst noch gar nicht weiß. Ich könnte mir vorstellen, dass sich Tobi etwas sehr Unkonventionelles einfallen lässt. Die Tatsache, dass er für ein Top 22 Finish aber lediglich eine Top 4 Platzierung bei der DM benötigt, lässt mich nicht von dem Glauben los, er könnte zu etwas Konstantem wie Night March greifen. Dennoch denke ich, dass er, wenn er das aktuelle Meta berücksichtigt, zu Greninja greifen wird.

4. Philipp Leciejewski (757 CP)


Neben Tobi ist Philipp der zweite Münchner unter den hier aufgezeigten Spielern. Da beide in derselben Stadt wohnen, liegt es nahe, dass sie eng miteinander zusammen arbeiten. So kam es vor allem am Anfang der Saison oft dazu, dass beide auf den Turnieren die exakt selbe Liste spielten.

Dies war zum Beispiel bei der ersten Regional der Fall, wo Philipp ins Finale kam. Im Finale musste er sich in einem 60-Karten-Mirror gegen Tobi geschlagen geben, beide entschieden sich zu diesem Zeitpunkt für Vespiquen/Flareon. Nur eine Woche später reichte es für Philipp dann zu mehr und er gewann die Regional in Ludwigsburg, ebenfalls mit Vespiquen/Flareon.

Die Zeit der Cities brach an und Philipp startete in München und in Innsbruck mit jeweils einem Top 4 Ergebnis. Darauf folgten ein weiteres Top 4 Ergebnis, sowie einmal ein Finaleinzug in Hannover. Nicht ganz zufrieden wollte er noch einmal das Optimum aus der restlichen Regional Saison herausholen und dies gelang ihm (fast)!

Beim Arena Cup in Innsbruck belegte er den zweiten Platz mit Night March und ungefähr einen Monat später gewann er eine weitere Regional, diesmal in Wasserburg und abermals mit Night March. Philipp hat also 2 Siege und 2 zweite Plätze als Regional Ergebnisse zu verbuchen!


Philipps Gewinnerliste von der Regional Wasserburg, Quelle: Team Limitless TCG auf Facebook

Bei Philipp ist es ähnlich wie bei Tobi, es ist unfassbar schwer vorauszusagen, was er auf der DM spielen wird. Um diese Aussage zu unterstützen, möchte ich ein Philipp zitieren, als ich mich auf der Regional Innsbruck (5.12.15) mit ihm unterhalten habe und ihn im Vorfeld des Turniers gefragt habe, was er denn an diesem Tag spielen würde:

“WIR haben uns das überlegt und sind zu dem Entschluss gekommen, WIR müssen heute Sableye/Garbodor spielen.”

Mit diesem Zitat möchte ich zwei Dinge herausstreichen. Zum einen, das schon hervorgehobene “Wir”. Geht es um wichtige Turniere werden Tobi und Philipp ihre Entscheidungen stets gemeinsam treffen, nachdem sie zuerst gründlichst (!) überlegt haben.

Zweitens ist das Wort “müssen” auffällig. Dieses müssen zeigt nämlich, dass die beiden oft nicht die Decks spielen, mit denen sie zur Zeit am besten zurechtkommen, sondern genau abwägen, welches Deck für genau diesen Tag die beste Wahl sein könnte, sie Metagamen also extrem.

Die Frage die sich für mich nicht stellt ist diejenige, ob Tobi und Philipp auf der DM zum selben Deck greifen werden, denn davon gehe ich ziemlich sicher aus. Die Frage nach genau diesem Deck ist aber sehr spannend.

Um diese Frage zu beantworten, muss man sich in den Kopf der beiden hineinversetzen. Ich kann euch versichern, dass Tobi und Philipp ganz genau analysiert haben, welche Decks die Top Platzierungen auf den Nationalen Meisterschaften letztes Wochenende erreicht haben. Zu aller erst sieht man sich dazu natürlich die Gewinner an. Die größte National (United Kingdom) gewann Vespiquen/Vileplume, zweimal gelang es Night March zu gewinnen und einmal ging Greninja als Gewinner hervor. Wir wissen bereits, dass die beiden nicht oft diese Decks spielen, sondern eben genau eines, was gut gegen die Mehrheit des Feldes ist.

Was ist also gut dagegen? Sofort in den Kopf kommt mir Greninja. Einerseits ist es gut gegen Night March und hat gute Chancen gegen Vespiquen/Vileplume. Was aber noch viel entscheidender ist, ist dass es ein sehr gutes Match-Up gegen die Decks hat, welche die Gewinner der letztwöchigen Nationals countern: Seismitoad-Varianten. Mein Geld auf die Wahl der beiden liegt also auf Greninja. Zumal die beiden auch raffiniert sind, was das techen gegen bestimmte Match-Ups angeht. Sie sorgen also bestimmt gegen die etwas schlechteren Match-Ups auch vor, wie zum Beispiel Trevenant.

Vorausblick auf das Meta

Entscheidet ihr euch also, auf der DM mitzuspielen, mit welchen Decks eurer Gegner könnt ihr dann rechnen? Erwarten kann man auf jeden Fall folgende Decks: Night March, Greninja, Trevenant. Dies werden meiner Meinung nach die 3 meistgespielten Decks sein.

Vereinzelt werden Leute auch zu diesen Sachen greifen: Yveltal, Mega Mewtwo, Vespiquen/Vileplume, Mega Rayquaza, Seismitoad-Varianten (entweder Straight oder gepaart mit Giratina), Mega Sceptile. Damit ihr meinen Gedankengang auch nachvollziehen könnt, eine kurze Bemerkung zu jedem Deck.

Night March: Mit Abstand das konstanteste Deck. Dadurch, dass N noch nicht erlaubt ist, ist das schlimmste, was der Gegner in Sachen Hand-Disruption machen kann, ein Ace-Trainer. Dieser gibt euch 3 Karten, plus ihr zieht eine, wenn euer Zug beginnt. Ein Night March, welches im Mid – bis Lategame 4 unspielbare Karten auf der Hand hat, habe ich noch nie gesehen. Außerdem hat Night March gegen alles eine Chance, weil das Deck einfach eskalieren kann. Entgegen der Meinung vieler, bin ich trotzdem der Meinung, dass es kein Autopilot-Deck ist, da man viele kleine Entscheidungen richtig treffen muss.

Greninja: Wie schon angesprochen ist Greninja super gut gegen sehr viel, was zurzeit gespielt wird, warum also nicht dieses Deck spielen? Der größte Gegner des Decks ist es selbst und zwar in den ersten Zügen des Spiels. Es kann vorkommen, dass man nicht schnell genug zum Set-Up kommt und man zu weit in Rückstand gerät. Bekommt man seinen Aufbau jedoch früh genug hin, ist es fast unschlagbar.

Trevenant: Die Möglichkeit seinen Gegner das gesamte Spiel daran zu hindern Items zu spielen ist wahnsinnig gut. Viele Leute werden mit dem Deck jedoch nicht warm, weil der Gegner viel Zeit hat, sich auf den Lock vorzubereiten, wenn man nicht beginnt und es nicht das konstanteste Deck ist, da man im ersten Zug den Wally spielen muss und dann auch noch etwas für danach bereithalten muss.

Yveltal: Abgesehen davon, dass ich nicht zu Yveltal raten würde, da das Night March, sowie das Greninja Match-Up definitiv nicht gut sind ist Yveltal dennoch ein Deck, welches, wenn richtig gespielt, gegen jedes Deck Chancen auf den Sieg hat. Mithilfe von Gallade zeugt dieses Deck von guter Konsistenz, jedoch nur, wenn man es auch schafft, dieses aufs Feld zu bekommen.

M Mewtwo: Die einzige Variante, die ich hier als spielbar ansehe, ist jene mit Max Elixir und Jolteon-EX, da man ansonsten gegen Night March untergeht. Mit einer konstanten Liste und einem Gameplan gegen Greninja in der Liste, könnte das Deck zu einem interessanten Sleeper werden! Dass das Trevenant Match-Up jedoch fast ungewinnbar ist, liegt auf der Hand.

Vespiplume: Dieses Deck werden einzig und allein deswegen Leute spielen, weil es die UK Nationals gewonnen hat. Gewinnt man zudem mit diesem Deck den Münzwurf kann selbst der beste Gegner oft nichts mehr machen.

M Rayquaza: Am Anfang der Frühjahrs Regionals wurde dieses Deck noch oft gespielt, mit der Zeit nahm es aber ab, dies korreliert unter anderem auch damit, dass Night March immer stärker wurde. Mega Ray kann Joltoen –EX spielen, was zur Zeit die einzige gute Win-Condition gegen Night March bietet. Es gibt definitv Wege um dieses Match-Up machbar zu machen. Das Greninja Match-Up sollte bei einer konstanten Liste klargehen, bei Trevenant muss man sein Glück in den Münzwurf legen.

Seismitoad: Unsere fette Kröte hat auf dem Papier einen Autowin gegen Night March Decks, dass das aber nicht immer der Fall ist wurde das ein oder andere Mal schon gezeigt, aber aufgrund dessen kann man auf jeden Fall in Betracht ziehen dieses Deck zu spielen. Greninja und Trevenant sind aber leider schlechte Match-Ups. Man kann natürlich gegen sie techen. Ich würde, müsste ich mich für eine Toad-Variante entscheiden, zur Zeit auf jeden Fall zu Seismitoad/Giratina greifen. Mit Latios hat man nämlich auch einen guten Out gegen Greninja Decks.

M Sceptile: Der einzige Grund dieses Deck zu spielen ist Greninja. Dagegen gewinnt man nämlich in gefühlt 99/100 spielen. Ansonsten sehe ich nicht wirklich gute Match-Ups. Außerdem können einem zwei Shaymins mit zwei Fighting Fury Belts ordentlich Probleme bereiten.

Meine Vorausschau liefert für das Meta auf der DM also folgendes Ergebnis:

Persönliche Empfehlung

Nun möchte ich euch noch erzählen, zu welchen 60 Karten ich an diesem Wochenende greifen würde, hätte ich einen deutschen Reisepass. Aufgrund des von mir erwarteten Meta würde meine Wahl auf Greninja fallen. Damit würde ich mir die meisten Chancen ausrechnen. Ganz genau würde ich auf jeden Fall das Night March Match-Up testen, außerdem würde ich Mirror-Techs, sowie viele Rough Seas spielen um gute Outs gegen Trevenant zu haben. Im Grunde wäre dies dann die Liste:


Mit der hohen Anzahl an Rough Seas sowie dem Lysandre erhöhe ich meine Chancen im Trevenant Match-Up immens, zudem habe ich mit Muscle Band, Delinquent und Shauna gute Outs um das Mirror erfolgreich zu spielen und wenn ich gegen Night March im ersten Zug an einen Supporter gelange rechne ich mir auch hier gute Chancen aus.

Video-Empfehlungen

Falls ihr es bis jetzt noch nicht gesehen habt, haben wir auf Pokémon TCG Austria Night March und Greninja schon gründlich diskutiert:

Greninja: zum Greninja-Video auf YouTube
Night March: zum Night March-Video auf YouTube

Zudem befinden sich auf unserem Channel etliche Featured Matches, wo ihr die Decks in Aktion sehen könnt!

Ich hoffe sehr, dass ihr mit dem Lesen bis hierher gekommen seid, dass ihr dabei Spaß hattet und ich euch eventuell etwas Neues erzählen konnte! Von meiner Seite ist nun (endlich) fast alles gesagt, eins fehlt aber noch: Viel Glück am Samstag (und hoffentlich Sonntag) bei der DM!


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